Wahlpflichtmodule

Wahlpflichtmodule

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Im 5. Semester kann man sogenannte Wahlpflichtmodule belegen. Die fest gestalteten Wahlpflichtmodule A, B, C1, C2, D, E und F dauern 4 Wochen und enthalten einen großen Anteil praktische Laborarbeit neben einer Vorlesung oder einem Seminar. Welche Methoden erlernt werden und wie der theoretische Teil gestaltet ist, hängt von dem jeweiligen Modul ab.
Insgesamt muss man drei Wahlpflichtmodule belegen. Davon müssen mindestens zwei aus den angebotenen Modulen A bis F bestehen. Das dritte Modul kann ebenfalls aus diesem Angebot gewählt werden oder man belegt ein Wahlpflichtmodul X. Hierbei absolviert man ein 4-6-wöchiges Praktikum in einer Arbeitsgruppe. Diese Arbeitsgruppe kann man selbst wählen. Solch ein meist Einzelpraktikum bietet eine gute Möglichkeit eigenständiges Arbeiten zu erlernen.

Modul A - Science from Bench to Bedside

Das Modul A findet in vier verschiedenen Bereichen/ Arbeitsgruppen statt: AG Hoch/ Bauer (LIMES), AG Nöthen (Institut für Humangenetik/ life&brain), AG Schorle (Pathologie UKB) und AG Brüstle (life&brain). In den vier Wochen in verschiedenen Disziplinen werden auch die unterschiedlichsten Themenbereiche behandelt. In der AG Hoch werden vor allem die Genetik und die Arbeit mit dem Modellorganismus Drosophila vermittelt, hier wird viel praktisch gearbeitet (Reporter-Assay, IF-staining, Behavior Assays). In der AG Nöthen gibt es einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der Humangenetik, vor allem in Bezug auf genetische Erkrankungen. Außerdem werden NGS und –omics-Techniken mit kleinen Übungen präsentiert. In der AG Schorle werden im Bereich der Entwicklungspathologie Experimente wie Pronukleusinjektion (gene editing) und die Reprogrammierung von Zellen durchgeführt. Außerdem wird ein Einblick in die Histologie gegeben. Die Praktikumswoche im life&brain/ AG Brüstle dreht sich vorwiegend um Stammzellbiologie (induzierte Pluripotente Stammzellen), sowie um verschiedene Themen in der Neurobiologie. Es wird ein Einblick in die Entwicklung neuer Techniken zur Zell-Reprogrammierung und zur Forschung an cerebralen Organioden gegeben.
Innerhalb der vier Wochen präsentiert jeder Praktikumsteilnehmer ein Paper, meist zu den Themen der jeweiligen Woche. Zum Rekapitulieren der Praktikumswoche werden am Freitagnachmittag Abschlusspräsentationen über die Ergebnisse der Experimente gehalten. Nach Beendigung des Moduls muss sich außerdem jeder Student aussuchen, bei welchem der vier Prüfer er seine mündliche Prüfung ablegen möchte. Die Prüfung umfasst fachtheoretische Fragen, sowie Gedankenspiele zu verschiedenen denkbaren Experimenten, bezogen auf die in der Praktikumswoche durchgeführten Versuche.

Modul B

in Arbeit

 

Modul C1 - Infektionsbiologie, Mikrobiologie, Immunologie

Das Modul C1 wird betreut von der AG Gabi (Institut für experimentelle Immunologie), AG Wilhelm (Institut für klinische Chemie und Pharmakologie), AG Spengler/AG Nattermann (Institut für innere Medizin), AG Hölzel (Institut für klinische Chemie und Pharmakologie) und AG Latz (Institut für angeborene Immunität).
Morgens und nachmittags findet ein Seminar statt, in dem thematisch die Versuche des jeweiligen Tages oder der jeweiligen Woche besprochen werden. Dazwischen findet der praktische Teil in Kleingruppen im Labor statt. Die erzielten Ergebnisse werden am Ende der Woche von den Studierenden vorgestellt und mit den Betreuern diskutiert. Jeder Studierende stellt zudem eine Publikation meist passend zum Thema der entsprechenden Woche vor. In dem Modul werden grundliegende immunologische Techniken erlernt und das immunologische Wissen aus der Vorlesung vertieft. Zu den verwendeten Methoden gehören das Kultivieren von Zellen, Isolation von Immunzellen aus murinen Organen sowie humanen Blut, FACS, MACS, Fluoreszenz Mikroskopie, Western Blotting, ELISA, Genotypisierung mittels Echtzeit-PCR und das Designen von sgRNAs für ein CRISPR-Cas9 Experiment (in silico). Zum Abschluss des Moduls findet eine kurze mündliche Prüfung statt, in welcher die durchgeführten Versuche und allgemeines immunologische Wissen geprüft wird.

Modul C2 - Immunregulation

Das Modul C2 wird von AG Burgdorf, AG Förster, AG Kolanus, AG Kiermaier und AG Mass des LIMES Instituts durchgeführt. Dementsprechend geht es thematisch um verschiedene Zellen des Immunsystems und deren Differenzierung, Aktivierung und Effektorfunktionen. Es werden unter anderem Methoden wie ELISA, Durchflusszytometrie, Mikroskopie, Zellkultivierung und verschiedene Färbungen erlernt. Zudem bekommt man die Möglichkeit Immunorgane von Mäusen zu präparieren. Zum Abschluss jeder Woche werden die Ergebnisse der Versuche in 3er-4er Gruppen kurz vorgestellt. Einmal innerhalb der vier Wochen hält jeder eine Paperpräsentation, um dessen Methodik und Ergebnisse den anderen näher zu bringen.

Modul D - Pharmakologie und Toxikologie

Das Modul D wird von AG von Kügelgen und AG Pfeifer des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie durchgeführt. Thematisch wird sich mit der Pharmakologie von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs) sowie viralem Gentransfer beschäftigt. Es findet jeden Vormittag eine Art Vorlesung zu verschiedenen Gruppen von Arzneimitteln statt. Es werden unter anderem Methoden wie Zellkultivierung, Mikroskopie, qPCR, Calcium-Fluorimetrie und Transduktion von Zellen mit Viren erlernt. Meist präsentiert man am Ende jeder Woche in Gruppen die Ergebnisse der Versuche. Zudem stellt jeder anhand einer Publikation eine Kristallstruktur eines GPCRs vor. Es findet eine kurze mündliche Abschlussprüfung statt.

Modul E - Genomik und Genetargeting

Modul E wird von drei Arbeitsgruppen des LIMES Institutes betreut: AG Schultze, AG Förster und AG Hoch/Bauer. Thematisch werden Sequenzierungstechniken insbesondere ATAC-Seq und CHIPSeq, Gene editing mittels CRISPR/Cas9 und weitere Genetargeting Ansätze in den Modellen Maus, Drosophila und Zebrafisch behandelt. Das Modul ist unterteilt in praktische Arbeit im Labor, sowie einen bioinformatischen Teil am Computer. Jeder Studierende präsentiert während des Moduls eine Publikation passend zum jeweiligen Thema. Zudem werden am Ende jedes Teils des Modules Ergebnispräsentationen in Kleingruppen gehalten. Es gibt keine weitere Prüfung.

Modul F

in Arbeit

Stand: Oktober 2019, geschrieben von Sophie Müller & Isabel Stötzel