Modul C1

Klinische Immunologie

Allgemeines

Im Modul C1 lernt man die verschiedenen auf dem Venusberg angesiedelten Arbeitsgruppen, die sich mit immunologischen Aspekten beschäftigen, kennen. Neben einem breiten Angebot an zu erlernenden Methoden erhält man einen guten Eindruck in die unterschiedlichen Arbeitsgebiete, die einem im Bereich der Immunologie hier offen stehen.

AGs des IMMEI (Institute of Molecular Medicine and Experimental Immunology)

In dieser Woche haben wir uns mit den Mechanismen der Präsentation von Antigenen durch MHC-Moleküle befasst. Die Interaktionen der Zellen untereinander haben wir mittels FACS-Analysen von Oberflächenproteinen sowie dem Nachweis von Zytokinen bestätigt. Weitere interessante Themengebiete der Woche waren der experimentelle Beweis der Kreuzpräsentation und der Vergleich der Kompetenz von antigenpräsentierenden Zellen. Zudem haben wir spannende Eindrücke in die unterschiedlichen Projekte der im IMMEI angesiedelten Arbeitsgruppen erlangt.

Erlernte Methoden:

  • FACS-Analysen
  • Auswertungen der FACS-Ergebnisse mit FlowJo-Software
  • ELISA
  • Zellkultur (Zellen aussähen, Zellzahlbestimmung, Zellstimulation)
  • Färbung von Einzelzellsuspensionen mit Fluorochrom-konjugierten monoklonalen Antikörpern
  • Generierung von APC aus dem Knochenmark von Mäusen

AGs Tüting/Spengler (Dermatologie und Innere Medizin)

Die erste Hälfte der Woche wurden von der Arbeitsgruppe von Prof. Tüting organisiert. Themengebiete dieser Woche waren die Melanomtherapie und hierfür verwendete Mausmodelle. Hier durfte jeder, der wollte, mal testen, wie es ist, mit Mäusen zu arbeiten, ihnen aus der Schwanzvene Blut abzunehmen oder sie zu narkotisieren. Außerdem haben wir Milz und Lymphknoten von induzierten Melanommäusen präpariert und diese auf Metastasen hin untersucht. Zusätzlich erhielten wir einen Einblick in die Diagnostik und Prognose von Melanomen, wodurch uns deutlich wurde, wie wichtig es ist, bessere Therapiemethoden in diesem Feld zu entwickeln.
Die zweite Hälfte der Woche wurde von der AG Spengler ausgerichtet. Hier haben wir uns u.a. mit der Degranulation von NK-Zellen und CD8+-T-Zellen sowie der Aktivierung von CD4+-Zellen beschäftigt. Außerdem haben wir eine Genotypisierung unseres CCR5-Gens, dem Rezeptor, der unter anderem für die Internalisierung des HI-Virus in unsere Zellen verantwortlich ist, durchgeführt und mussten feststellen, dass keiner von uns das Glück hatte, gegen M-trope HIV-Stämme resistent zu sein.

Erlernte Methoden:

  • „Maus Handling“ (Injektionen subkutan und intraperitoneal, Blutabnahme aus der Schwanzvene, etc.)
  • Ficoll-Dichtegradientenzentrifugation (Isolierung von peripheren mononukleären Blutzellen)
  • Realtime PCR
  • FACS-Analysen
  • Kultur unserer CD8+-, CD4+- und NK-Zellen und Stimulation

AG Hornung (Institut für Klinische Chemie und Pharmakologie)

In dieser Woche haben wir uns mit dem angeborenen Immunsystem beschäftigt, einem Themengebiet, das leider in der Immunologie oft zu kurz kommt. Anhand von Knock-down- und Stimulationsexperimenten haben wir die unterschiedlichen Signalwege, die bei der Erkennung von Pathogenen durch unser Immunsystem genutzt werden, untersucht. Neben der Anwendung von neueren Methoden wie der RNA-Interferenz waren auch die theoretischen Aspekte dieser Woche sehr interessant, da einem Erkennungsstrategien des Immunsystems vorgestellt wurden, über die man bis dahin eher wenig erfahren hatte. Zum Schluss muss man noch die gute und nette Betreuung und die reibungslose Organisation der Woche hervorheben.

Erlernte Methoden:

  • Kultur von 293T-Zellen
  • Nukleinsäuretransfektion in 293T-Zellen
  • RNA-Interferenz
  • Reporterassay
  • Western-Blot

AGs Sahl/Hörauf (Medizinische und Pharmazeutische Mikrobiologie/Institut für Medizinische Parasitologie)

Diese Woche war in einen Vormittags- und Nachmittags-Block aufgespalten. Am Vormittag wurde das Themengebiete der Mikrobiologie behandelt. Hier isoliert und identifiziert man die eigene Flora. Die Nachmittage drehten sich dann um die Parasitologie. Hier erhielten wir Einblicke in die Pathologie sowie in mögliche Therapieansätze von Malaria und Flussblindheit. Normalerweise wird noch ein dritter Organismus besprochen, dies fiel bei uns allerdings krankheitsbedingt weg.

Erlernte Methoden:

  • Beimpfung diagnostischer Medien und Mikroskopie nach Gram-Färbung
  • Gewinnung von Reinkulturen und anschließender biochemischer und serologischer Diagnostik bis zur Spezies-Ebene
  • Anfertigung von Blutausstrichen
  • Proteinextraktion und Bestimmung der Proteinkonzentration
  • SDS-Page
  • Western-Blot
  • Isolierung von Litomosoides sigmodontis aus der Pleurahöhle von Mäusen
  • Untersuchung der Blut-Hirn-Schranke mittels Evans Blau
  • ELISA
  • FACS-Analyse

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