Häufig gestellte Fragen

Wo und wann kann ich mich für den Bachelor der Molekularen Biomedizin in Bonn bewerben?

Der Bewerbungsvorgang wird über die offizielle Website unseres Studiengangs ausgerichtet. Die Fristen beginnen jedes Jahr im Mai und enden am 15. Juli.

 

Was ist das LIMES?

Das Life & Medical Science Institute Bonn ist das Institut, das das Studienfach der Molekularen Biomedizin anbietet. Hier betreiben nicht nur die Gründer unseres Studiengangs ihre eigene Forschung, sondern auch viele andere Dozenten, die euch in den Vorlesungen begegnen werden. Die Studenten selber können bei LIMES-Arbeitsgruppen Praktika absolvieren und verbringen in den gut ausgestatteten Laboren einen Teil der praktischen Studieninhalte.

 

Kann man Molekulare Biomedizin nur mit einem 1,0-Abischnitt studieren?

Einen Numerus Clausus gibt es für unseren Studiengang nicht. Die Studienplätze werden momentan über ein hochschuleigenes Zulassungsverfahren vergeben. Dabei erhält jeder Bewerber eine bestimmte Punktzahl, die sich zum größeren Teil aus der Abiturnote errechnet. Es werden aber auch abgeschlossene Berufsausbildungen und Einzelnoten in naturwissenschaftlichen Fächern mit eingerechnet. Die Studenten mit den höchsten Punktzahlen bekommen dann die Zulassung. Deshalb sind die Chancen auf einen Studienplatz mit einem sehr guten Abiturdurchschnitt zwar hoch, ein weniger guter Schnitt kann aber durch besondere Qualifikationen ausgeglichen werden.
Erfahrungsgemäß nehmen nicht alle zugelassenen Abiturienten ihren Studienplatz an, also besteht eine realistische Chance, nach einer Absage noch über das Nachrückverfahren einen Platz zu bekommen.

 

Molekulare Biomedizin - mehr Biologie oder mehr Medizin?

Unser Bachelor ist in dieser Hinsicht sehr ausgewogen. In den ersten Semestern werden naturwissenschaftliche und auch medizinische Grundlagen vermittelt, deshalb nehmen wir auch an einigen Medizinervorlesungen teil. MolBioMeds müssen aber weder jeden Knochen im Körper benennen können, noch Botanik- oder Zoologie-Kurse belegen. Besonders in der zweiten Hälfte des Studiums spezialisieren wir uns in ganz eigenen Kursen in Bereichen wie Immunologie, Entwicklungsbiologie, Genetik und Pharmakologie. Außerdem setzen wir uns während des ganzen Studiums mit biomedizinischen Publikationen auseinander. Diese machen uns immer wieder anschaulich, dass man zum Verstehen der aktuellen Erkenntnisse eine Kombination aus medizinischem und biologischem Wissen braucht.

 

Was ist am Bachelor Molekulare Biomedizin in Bonn besonders?

Unser Studiengang zeichnet sich neben den interdisziplinären Studieninhalten auch durch die Anzahl der Studenten pro Jahrgang aus. Diese liegt bei 60 Studenten und ermöglicht in vielen Vorlesung eine angenehme Atmosphäre und Zeit für individuelle Fragen und Diskussionen. Außerdem wird dadurch die Anonymität, die man aus großen Studiengängen kennt, vermieden - jeder kennt hier jeden.
Für die ersten Semester wird jedem neuen Studenten ein Pate aus einem höheren Semester zur Seite gestellt, der ihm bei Fragen und Probleme zur Seite steht.
Ein weiterer Vorteil unseres Studiengangs ist die enge Verbindung zum LIMES Institut. Hier kann man vor allem in den höheren Semestern einen Eindruck vom echten Laboralltag gewinnen, während der praktischen Studienanteile erlernt man hier dank der modernen Laborausstattung die wichtigsten Fertigkeiten.

Steht man als Student den ganzen Tag im Labor?

Während der sechs Semester gibt es eine ganze Reihe an Laborpraktika, in den ersten vier Semestern dominieren allerdings Vorlesungen und Seminare. Hier steht ihr größtenteils nur einen Tag pro Woche im Labor und könnt in die unterschiedlichsten Arbeitsbereiche reinschnuppern. Später im Studium und vor allem während der Bachelorarbeit geht es fast nur noch um Laborarbeit und man sammelt viele Erfahrungen und lernt eigenständiges Arbeiten in einem Labor. Man kann während seines Studiums außerdem eines der zahlreichen Stellenangebote für studentische Hilfskräfte annehmen oder Praktika absolvieren - überall gibt es Möglichkeiten, seine Fertigkeiten auszuweiten.

 

Muss ich während des Studiengangs Tierversuche machen?

Grundsätzlich muss niemand Tierversuche durchführen, man sollte sich als Studieninteressierte/r aber im Klaren darüber sein, dass sich die moderne Forschung zum Großteil auf Tierversuche stützt. Im normalen Arbeitsalltag sind beispielsweise Mausversuche gang und gäbe. Natürlich wird auch mit Zelllinien oder Bakterien und Hefen gearbeitet, aber der menschliche Körper ist oft besser mit dem von Wirbeltieren zu vergleichen.
Die Praktika während des Studiums führen euch sehr vorsichtig an Tierversuche heran. Wir können im Studium mit Fliegen und Mäusen arbeiten und die wichtigsten Techniken für diese Modellorganismen lernen. Das Töten von Versuchstieren ist aber niemals Aufgabe eines Bachelorstudenten. Wenn man Tierversuche wirklich komplett vermeiden möchte, ist das prinzipiell möglich, man muss dann aber in Kauf nehmen, dass man zum Beispiel bei der Praktika-Wahl eingeschränkt ist und einige Arbeitsgruppen automatisch wegfallen.

 

Was kommt nach diesem Bachelor?

Die Merheit der Studenten entscheidet sich dafür, dem Bachelor einen Master anzuhängen. Dieser umfasst meistens vier weitere Semester. Es gibt einige Studiengänge, die bereits auf ein Fachgebiet spezialisiert sind, wie zum Beispiel Neurosciences- oder Tumorspezifische Master.
Nach dem Master kann man dann noch einen Schritt weitergehen und in einem Labor eine Doktorarbeit schreiben. Das ist oft mit der Veröffentlichung eines Papers verbunden.
Nach dem Doktortitel kann man sich für eine akademische Karriere entscheiden und eine Professur anstreben oder aber eine eher wirtschaftlich orientierte Laufbahn einschlagen. Pharmaunternehmen oder diagnostische Labore sind nur zwei mögliche Arbeitgeber für einen Biomediziner.
Ob man einen Doktortitel machen möchte oder nicht, sollte jeder ganz für sich selbst entscheiden. Natürlich ist es auch möglich, bereits nach dem Master in die Arbeitswelt einzusteigen.